Cottbuser Tafel erhält Kaiserliche Hilfe

Es war sowohl ein freudiges als auch nachdenkliches Ereignis: die Eröffnung der neuen Räume für die Cottbuser Tafel in der Gelsenkirchener Allee.

 


 

Die Gebäudewirtschaft Cottbus hatte als Vermieter an diesem Standort im Cottbuser Süden die ehemalige, verwaiste Gaststätte „Zur Wurzel“ zu der neuen Sozialeinrichtung umbauen lassen. So gaben sich Fußboden- und Fliesenleger, Trockenbauer und Elektriker, Türen- und Fensterbauer sowie Maler unter Federführung des Architekturbüros von Annette Schenker die Klinke in die Hand, damit diese neue Heimstatt in Sachsendorf entstehen konnte. Die GWC investierte dafür rund 64.000 €. Weitere 27.500 € wurden von den am Umbau beteiligten rund ein Dutzend einheimischen Firmen als Sponsoringleistung für die Cottbuser Tafel erbracht. Kai Noack, der als Leiter der Tafelprojekte im Land Brandenburg fungiert, fand dafür sehr lobende Worte.

 


 

Die neuen Räumlichkeiten, die vom Albert-Schweitzer-Familienwerk e.V. betrieben werden, ermöglichen den ca. 5.000 Rentnern, Erwerbstätigen mit geringem Einkommen, Alleinerziehenden, Studenten und langzeitarbeitslosen Menschen aus Cottbus nunmehr ein trockenes und geschütztes Warten auf die Ausgabe der Lebensmittel. Außerdem bietet die neue Einrichtung Platz für gemütliches Beisammensein. Deutlich verbessert haben sich zudem die Arbeitsbedingungen für die Tafelmitarbeiter.

 


 

Davon konnte sich der Schirmherr der Cottbuser Tafel, Schlagerstar Roland Kaiser, an diesem Tag selbst ein eindrucksvolles Bild machen. Er sei selbst als Arbeiterkind in Berlin-Wedding aufgewachsen und habe später durch seinen Beruf viel Gutes erfahren, hob Roland Kaiser bei der Eröffnung hervor. Durch sein ehrenamtliches Wirken als Botschafter der Albert-Schweitzer-Kinderdörfer und Familienwerke wolle er davon etwas zurückgeben. Die vielen Besucher der Eröffnung zeigten sich von diesen Worten tief beeindruckt und spendeten dafür reichlich Applaus.

 


 

Interessiert und von vielen Journalisten begleitet ließ sich der Schlagerstar die neuen Räume zeigen und legte selbst Hand an beim Füllen der ersten Lebensmittelkörbe.

Die neue Ausgabestelle in der Gelsenkirchener Allee soll ebenfalls als Begegnungsstätte dienen. In den großen und hellen Räumen können zukünftig soziale Kontakte hergestellt und gepflegt werden. Von Dienstag bis Freitag wird in der Zeit von 11:30 bis 14 Uhr außerdem eine warme Mittagsmahlzeit für Bedürftige angeboten.

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