Neue Fassade in der Lieberoser nimmt Gestalt an – Weitere Nisthilfen für gefiederte Bewohner

Nicht nur am südlichen Eingang der Bahnhofstraße sind im Auftrag der Gebäudewirtschaft Cottbus Bauleute anzutreffen. Auch am nördlichen Ausgang dieser innerstädtischen Magistrale sind zu finden. Hier steht der 2. Bauabschnitt der Instandsetzung der großen Wohnscheibe in der Lieberoser Straße ebenfalls ganz im Blickpunkt der Öffentlichkeit. lieberoser-strasse-1-06y14 Nachdem das lautstarke Abstrahlen der Wandflächen vorüber ist, gilt nun die Aufmerksamkeit der Fugenabdichtung, dem Spachteln und Putzen der Wandflächen und Fensterlaibungen. Der Fußboden der Loggien wird neu beschichtet. Und die alten schweren sanierungsbedürftigen Betonbrüstungen – die mit Hilfe eines großen Autodrehkrans abgenommen worden waren – werden durch neue, leichtere aus Aluminium ersetzt. Sie werden abschließend wie die Fassade mit einem hellen Farbanstrich versehen, wie das schon im Vorjahr beim 1. Bauabschnitt geschehen ist.
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Dieses große Wohnhaus im Stadtzentrum ist aber nicht nur Heimstatt für fast 100 Mieter der GWC, sondern auch ein Eldorado für unzählige Fledermäuse und Mauersegler, die hier seit Jahren ihre angestammten Quartiere haben. Damit diese trotz der umfangreichen Fassadeninstandsetzung erhalten bleiben, sind gehörige Mehraufwendungen seitens der Gebäudewirtschaft erforderlich. Die GWC hat sich für die fachkundige Begleitung auf diesem Gebiet das Forschungsbüro für Landschaftsökologie, Naturschutz und Umweltplanung aus Burg im Spreewald an die Seite geholt. In die Zusammenarbeit einbezogen ist der Fachbereich Umwelt und Natur der Unteren Naturschutzbehörde der Stadtverwaltung Cottbus. Gemeinsam wird für sogenannte Ausgleichsmaßnahmen für die gefiederten Sänger und die einzig fliegenden Säugetiere gesorgt. lieberoser-strasse-2-06y14 Das erfolgt durch das Anbringen von Holzbetonkästen und Holzbetonhalbschalen. Damit sich diese neuen Nisthilfen gut in das Gesamtbild des Hauses einfügen, müssen sie vor dem abschließenden Farbanstrich angebracht werden. Allein im 2. Bauabschnitt sind das 43 neue Behausungen für Fledermäuse und sechs für Mauersegler.
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