Vom Sprossenfenster bis zur illusionistischen Malerei – Denkmalgerechte Modernisierung im Osten

Gut voran kommt die Modernisierung von Häusern in der Franz-Mehring- und Thomas-Müntzer-Straße in Sandow. Auf Grund ihres Alters sind die Belange des Denkmalschutzes zu beachten. So werden in der Franz-Mehring-Straße 25 bis 28 die neuen 2-flügligen und mit Sprossen versehenen Fenster originalgetreu nachgebaut. Einige sind bereits eingesetzt. Begonnen wurden diese Arbeiten am Giebel auf der Ostseite. Im Hausinnern sind derzeit vor allem Maurer, Trockenbauer und Haustechniker beim weiteren Ausbau der Wohnungen anzutreffen.

 


 

Auch auf der anderen Straßenseite dieses unter Denkmalschutz stehenden Gebäudeensembles im Osten sind Bauarbeiter zu beobachten. Die Häuser in der Franz-Mehring-Straße 40 – 44 und Thomas-Müntzer-Straße 1 – 4 bekommen nach der umfassenden Modernisierung – die vor rund sechs Jahren erfolgte – nunmehr ebenfalls eine schützende Hülle zur Mindest-Wärmedämmung, um den Energiehaushalt in den Wohnungen zu verbessern und der Schimmelbildung zu begegnen. Die jetzige Lösung ist Ergebnis einer intensiven und erfolgreichen Zusammenarbeit von Gebäudewirtschaft Cottbus und der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadtverwaltung.

 


 

Durch das nachträgliche Anbringen des Wärmedämm-Verbundsystems sollte nämlich das unverwechselbare und markante Aussehen der Häuser beibehalten werden. Die in Großräschen beheimatete Restauratorin Martina Dürrschmidt konnte hierfür der im GWC-Auftrag arbeitenden Cottbuser Firma Schweizer wertvolle Hinweise geben. Angewandt wurde eine so genannte illusionistische Malerei. Dabei werden unterschiedliche Strichstärken genutzt, um so plastische Formen entstehen zu lassen, ohne das diese noch vorhanden sind. Das trifft nun beispielsweise bei diesen Häusern in Sandow auf die Gesimse unterhalb der Dachkante zu.

 


 

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